Gott begegnen, Teil 1

Gott begegnen

Das ist meine Sehnsucht, seit ich denken kann. Schon als Kind habe ich nach Gott gesucht und schon mit vier Jahren mein Leben Jesus gegeben. Die folgenden Jahre waren von vielen Erfahrungen mit Gott geprägt und dennoch hatte ich als Jugendlicher eine Zeit, in der ich mehr von Gott brauchte als je zuvor.

Loch im Herzen

Kennst du das? Das Gefühl, im Herzen ein Loch zu haben, eine innere Leere und die bekommst du einfach nicht gefüllt? Als Teenager war das mein primäres Empfinden. Im Gegensatz zu vielen meiner Altersgenossen wusste ich, dass weltliche Dinge diese Sehnsucht nicht ausfüllen würden. Trotzdem probierte ich vieles aus. Aber ich wusste sehr genau, dass ich im Grunde nach mehr von Gott suchte. Wie es Psalm 63, Vers 2 ausdrückt:

Gott, du bist mein Gott; dich suche ich von ganzem Herzen. Meine Seele dürstet nach dir, mein ganzer Leib sehnt sich nach dir in diesem dürren, trockenen Land, in dem es kein Wasser gibt.

Wenn ich mit anderen darüber redete, war das mein Ausdruck: Ich habe ein Loch im Herzen und ich weiß, dass nur Gott das füllen kann.

Catch the Fire

Dann kam die Hilfe, ich las ein Buch von John und Carol Arnott über den sogenannten Toronto-Segen: John Arnott – Der Segen des Vaters (leider heute vergriffen), und dachte, wenn nur die Hälfte von dem hier stimmt, muss ich da hin und das selbst erleben! Was die beiden beschrieben, war nämlich genau das wonach ich mich sehnte! Gott spürbar erleben, Seine Salbung spüren, Seine manifeste Gegenwart in einem Gottesdienst zu haben, die den Raum so erfüllt, dass Menschen gar nicht mehr stehen können, Seine Vaterliebe im Herzen tragen. Das Motto der Gemeinde (sie hieß damals noch TACF – Toronto Airport Christian Fellowship) war:

To walk in God’s love and give it away! In Gottes Liebe gehen und sie weitergeben!

Vor allem die Beschreibung von Leuten, die Gottes Liebe so intensiv erlebten, berührte mich tief und weckte Sehnsucht nach genau dieser Erfahrung. Ich hörte auch viel Negatives über die Bewegung, aber als ich mir die gesagten Dinge genauer anschaute, hatte ich den Eindruck, dass es üble Nachrede war, ähnlich wie auch Jesus das hatte erdulden müssen und dass es den Versuch wert sei, selbst einen Eindruck zu erhalten.

Hier eine Nebenbemerkung: Im Internet findet sich so ziemlich über jede Frau und jeden Mann Gottes und über jede christliche Bewegung Schlimmes. Als ich ein Teenager war, hatten wir eine christliche Gruppe und wir selbst wurden als Sekte bezeichnet. Der Grund? Die Kinder machten bei uns intensive und emotionale Erfahrungen mit Gott. Nur weil etwas im Internet steht, ist es nicht wahr! Es ist überaus wichtig, sich selbst ein Bild von Personen oder Gruppen zu machen und selbst dann sollten wir uns mit Richten zurück halten. Wir sollen laut Paulus zwar alles prüfen (1 Thessalonicher 5,21), aber wir sollen nicht richten, bzw. verurteilen (Matthäus 7,1). Aus meiner Sicht ist es unhaltbar, Listen von Personen im Internet zu veröffentlichen, die aus unserer Sicht keine echten Christen sind. Das ist ganz sicher nicht in Gottes Sinn!

School of Ministry

Zweimal besuchte ich die Gemeinde in Toronto, Kanada, die inzwischen Catch the Fire heißt, für jeweils zwei Wochen, um mir ein Bild zu machen. Ich war überwältigt von der Liebe und spürbaren Präsenz Gottes, die alles erfüllte. Die Menschen waren so freundlich und herzlich und schon beim Betreten des Gottesdienstraumes schwappte Gottes Liebe wie eine Welle über mich rüber.

Dann entschied ich, dass ich mehr davon brauchte, viel mehr. Nach dem Zivildienst ging ich für fünf Monate nach Toronto auf die School of Ministry, also die Schule des Dienstes.

Was ich da erlebte und wie Gott meine Sehnsucht stillte, berichte ich in den folgenden Teilen.

Und du?

Doch jetzt noch einmal zu dir? Kennst du Gott? Kannst du diese innere Leere nach empfinden und sehnst du dich auch nach mehr? Hast du diese Berührung Gottes, Seine spürbare Liebe bereits erlebt?

Vielleicht hast du den ersten Schritt noch gar nicht gemacht und Jesus in dein Leben gelassen? Dann ermutige ich dich, das noch heute zu tun. Nur bei Ihm gibt es das, wonach du dich sehnst! Ich habe eine kleine Seite dazu erstellt, die dir Fragen dazu beantwortet und dir hilft, wenn auch du zu Jesus gehören möchtest: Königskind werden.

Oder du bist schon Christ, aber dir fehlt diese tiefe Erfahrung mit Gott? Ich ermutige dich, strecke dich nach Ihm aus, bitte Ihn, Dich zu erfüllen. Viele von den Beiträgen hier auf dem Blog können dir dabei helfen, stöbere doch ein bisschen herum oder sprich mich an, in den Kommentaren oder schreibe mir eine E-Mail unter christian@gesegnetleben.de.

Bis zum nächsten Mal, sei gesegnet!

Christian

Hier geht’s zu Teil 2.

Cover: Grace Winter_pixelio.de

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