Prophetie Teil 3 – Prüfen

Prophetie – Gottes Reiseproviant weitergeben, Teil 3

Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet. 1 Thessalonicher 5, 20-21

 

Hier geht es zu Teil 1, hier zum 2. Teil der Serie.

Im dritten Teil der Serie geht es darum, Prophetien zu prüfen.

Ein prophetisches Wort bekommen, was jetzt?

Letztens hatten wir bei uns in der Gemeinde ein Seminar mit Ivan & Isabel Allum (siehe auch mein Beitrag dazu). Typisch für den Dienst der beiden ist, dass sie über Menschen prophezeien. Ganz wichtig ist ihnen dabei, dass die prophetischen Worte aufgezeichnet werden, z.B. mit einem Smartphone, und dann in Ruhe geprüft werden.

Warum das so wichtig ist, habe ich auch schon in Teil 2 beschrieben. Ich muss natürlich erst einmal verstehen, welcher Art das Wort ist, um dann zu schauen, wie ich es verstehen und dann anwenden soll.

Allgemeine Richtlinien

Sinn und Zweck

Dient die Prophetie dazu, dich zu

  • ermutigen,
  • ermahnen oder zu
  • trösten?

Die hauptsächliche Intention darf nicht Korrektur oder Kontrolle sein!

Prüfen

Es ist deine Verantwortung, das prophetische Wort zu prüfen! Alle Christen haben den Heiligen Geist in sich und können von Gott hören.

1. Ein prophetisches Wort (Rhema) muss mit der Bibel (Logos) übereinstimmen. Nicht unbedingt wörtlich. Wenn Gott sagt, baue eine Aktiengesellschaft auf, wird das nicht wörtlich in der Bibel stehen. Darum geht es aber auch nicht, sondern darum, ob das Gesagte mit dem in der Bibel geoffenbarten Wesen Gottes übereinstimmt. Wenn ein Wort ganz klar der Bibel widerspricht, gilt das natürlich umso mehr („Gott sagt: Verlasse deinen Ehepartner und heirate mich!“). Also musst du dich auch in der Bibel auskennen, wenigstens das Neue Testament solltest du mal durchlesen, ansonsten ist es dir ja fast unmöglich, zu entscheiden, ob eine Prophetie mit der Bibel zusammenpasst!

2 . Bestätigung von anderen. 5. Mose 17, 6 sagt: „Aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen wird jede Tatsache bestätigt.“ Daher solltest du prophetische Worte deiner Leitung vorlegen und anderen Christen, von denen du weißt, dass sie Gottes Stimme hören können. Wenn Gott etwas zu dir sagt, wird Er es auch gerne bestätigen! Das liegt ja in Seinem Interesse, also verlasse dich nicht auf EIN Wort, sondern prüfe gemeinsam mit anderen. Das gilt insbesondere für Worte, die eine große Auswirkung auf dein Leben oder das Leben anderer haben. Wenn es um die Farbe deiner Socken geht, darf dein Prüfstandard geringer sein …

3. Sprich mit Gott über dein Wort. In 1. Timotheus 14 und 15 ermutigt Paulus Timotheus: „Vernachlässige die geistliche Gabe nicht, die du durch prophetische Reden empfangen hast, als die Ältesten der Gemeinde dir die Hände auflegten. Richte deine Aufmerksamkeit darauf und widme dich diesen Aufgaben, damit alle sehen können, wie du Fortschritte machst.“ Also: arbeite mit deiner Prophezeiung. Beschäftige dich damit. Prophetie ist eine starke Waffe, die dein Leben verändern kann, also sei gründlich.

4. Was sagt dein Herz? Auch du kannst Gottes Stimme hören. Was sagt der Vater zu dir? Bitte Ihn, zu dir über das prophetische Wort zu reden. Berührt das Wort eine innere Sehnsucht von dir? Hast du Frieden darüber?

Es gibt in der Regel drei Reaktionen in unserem Herzen, wenn wir ein prophetisches Wort erhalten:

  • Ja! Das ist Gott! Mein Geist springt auf! Dann nimm das Wort an!
  • Ach, ich weiß nicht, irgendwie passt das Wort nicht so. Ich bin nicht sicher. Dann lege es auf dein inneres „Regal“ und warte ab!
  • Ich habe darüber keinen Frieden und fühle ein inneres „NEIN!“ Das kannst du dann wirklich beiseitelegen, Gott kann es ja immer nochmal hervorholen, wenn es doch von Ihm war.

5. Bestätigung oder Neuheit? Ein prophetisches Wort kann entweder eine Bestätigung für etwas sein, was Gott bereits gesprochen hat oder es kann eine brandneue Offenbarung sein.

Und jetzt?

Wenn du ein tolles Wort Gottes erhalten und geprüft hast (anhand der Bibel, mit anderen und der Reaktion deines Herzens), dann werde konkret. Frage Gott, wie das aussehen soll, was du tun kannst, was dein Part dabei ist.

Aus meiner Sicht ist Prophetie echt ein Segen, wenn es ein paar gute Richtlinien für die Benutzung gibt. Ich habe auch schon die andere Seite erlebt, habe manipulierende Prophetien gehört und (selbsternannte?) Propheten, die mit ihren Gaben so umgegangen sind, dass es Zerstörung und Spaltung gebracht hat. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass Prophetie ein Segen für die Gemeinde ist, so wie Gott sich das gedacht hat.

So, das war’s erst einmal. Wie immer freue ich mich über deine Kommentare!

Sei gesegnet,

Christian

Mein Buchtipp:

Steve Thompson: Alle können prophetisch reden © 2000 by MorningStar Publications and Ministries; deutsche Ausgabe © 2001 Schleife Verlag, CH-8411 Winterthur; Vertriebspartner D.A.CH.: Projektion J Verlag, D-Asslar.

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