Soaking – Einweichen in Gottes Liebe

Soaking

Eine der wertvollsten Erfahrungen, die ich in Toronto machen durfte, war das Soaken. Dieses Wort bezeichnet eine Erfahrung der Liebe Gottes ähnlich wie Gewürzgurken sich „fühlen“, wenn sie mariniert werden. Also intensiv in Gottes Liebe einweichen, bis Sein Wesen aus jeder Pore unseres Seins heraus quillt. Das englische Wort „Soaking“ kann also mit „Einweichen“ übersetzt werden. Die Gedanken in diesem Eintrag sind übrigens teilweise übernommen von John Arnott.

Bild: Luzia Ellert / www.johannesking.de

Steht das in der Bibel?

Das Wort Gottes zeigt uns an vielen Stellen, dass wir erwarten dürfen, Gott nah und persönlich zu erfahren:

  • Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele (Psalm 23,1-3a).
  • Habe ich meine Seele nicht beschwichtigt und beruhigt? Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele in mir (Psalm 131,2).
  • Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager, aber seid still (Psalm 4,5b).
  • Werde ruhig vor dem Herrn (Psalm 37,7a, GN).
  • Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und „ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen“; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht (Matthäus 11,28-30).
  • Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig. Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen. Lasst uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen (Hebräer 4,9-11a, Hervorhebung v. Verf.).
  • Er gibt dem Müden Kraft und dem Ohnmächtigen mehrt er die Stärke. Jünglinge ermüden und ermatten, und junge Männer straucheln und stürzen. Aber die auf den HERRN hoffen („warten“, wörtl. a. d. Engl.), gewinnen neue Kraft: sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht (Jesaja 40,29-31).
  • Harre („Warte“, wörtl. a. d. Engl.) auf den HERRN! Sei mutig, und dein Herz sei stark, und harre („warte“) auf den HERRN (Psalm 27,14).
  • Doch wer auf mich hört, wird sicher wohnen, kann ruhig sein vor des Unglücks Schrecken (Sprüche 1,33).
  • Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte (Lukas 10,39).
  • Darum: Siehe, ich werde sie locken und sie in die Wüste führen und ihr zu Herzen reden (Hosea 2,16).

Warum brauchen wir das?

Es gibt in jedem von uns ein tiefes Verlangen, Gott nah zu sein. Wenn wir Gottes Wort hören, kommt es oft nicht in unseren Herzen an. Deshalb brauchen wir Zeiten in Gottes Gegenwart, wo wir Ihm Gelegenheit geben, uns zu berühren und zu unseren Herzen zu sprechen, uns aufzubauen und zu trösten. Dies tut der Heilige Geist, aber wir müssen Ihm dafür Zeit und Raum geben.

Und wie kann das geschehen?

Letztlich überall. Was uns hilft, ist ein Platz, an dem wir uns wohl und sicher fühlen, an dem wir uns öffnen können. Wir richten dabei unseren Blick auf Jesus und auf den Vater. Einigen hilft leise Lobpreis- oder Instrumentalmusik oder ein segnendes Gebet, um zur Ruhe zu kommen. Auch ist es hilfreich, am Anfang darüber nachzudenken, was Jesus für uns getan hat, welche Liebe Er für uns hat, Ihm zu sagen, wo noch Schuld in unserem Leben ist oder wo wir bedrückt sind, und dass wir uns danach sehnen, Ihm nahe zu sein. Nach einiger Zeit merkt man, wie der Frieden Gottes das Herz ausfüllt und man spürt die unsichtbare Gegenwart des Heiligen Geistes. So auf Gott zu warten verbindet unsere Herzen miteinander und bringt uns nah zu Ihm. Es ist nicht nur ein rationaler Prozess, unser Herz muss beteiligt sein. Solche Zeiten helfen uns, Gott mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu lieben (Matthäus 22,37). Während wir alle unsere Bedürfnisse und Sorgen Gott geben, beten wir: „Herr Jesus, ich lade Dich ein, zu mir zu kommen und mein Herz zu suchen. Komm nah zu mir und lasse mich Deine Liebe erkennen!“ Wir lassen zu, dass Er unser Herz mit Anbetung erfüllt und geben uns Ihm hin. Wenn wir abgelenkt werden, richten wir unseren Blick neu auf Jesus und erinnern uns, warum wir diese Zeit mit Ihm haben möchten.

Meine Erfahrungen

Es fiel mir immer so schwer, Gottes Liebe zu spüren. Inzwischen ist das ganz anders. Wenn ich mich jetzt zu ruhiger Instrumentalmusik auf den Boden lege, mir am Besten noch jemand die Hände auflegt (Anmerkung: 1. Timotheus 5, 22 ermahnt uns, die Hände nicht vorschnell aufzulegen. Beim Auflegen der Hände fließt etwas zwischen den Personen, das kann Salbung von Gott sein, das können aber auch Sünden oder dämonische Belastungen sein. Wenn Salbung fließt, ist das einfach großartig. Gottes Gegenwart ist da so spürbar!), dann spüre ich Gottes Liebe und Seine Gegenwart durch mich strömen, da werden Verletzungen weg gespült, meine Batterien werden aufgeladen und ich verliebe mich neu in Jesus.

Und du?

Ich möchte dich sehr ermutigen, zu soaken und Gott in deinem Leben wirken zu lassen. Es tut so gut!

Empfehlen kann ich folgende CD’s von Eric Terlizzi, Pablo Perez und Steven Burgess:

            

Ich freue mich über Kommentare, Fragen und deine Erfahrungen.

Sei gesegnet,

Christian

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  1. Pingback: Podcast 5 - Stille Zeit - gesegnetleben.de 31. August 2016

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